Die Entstehungsgeschichte der LED
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Die Entstehungsgeschichte der LED


Die lange Geschichte der Leuchtdiode
Im Grunde genommen kennt jeder die heutigen LEDs. Die meisten gehen davon aus, dass es sich um eine sehr junge Technik handelt, die keine lange Geschichte hat. Dies ist jedoch nicht richtig. Die Geschichte der LED reicht bis Ende des 19. Jahrhunderts zurück. LED steht dabei für den englischen Begriff „light emitting diode“, was übersetzt so viel wie Licht emittierende Diode bedeutet.

Im Jahre 1876 fand Professor Ferdinand Braun erstmals heraus, dass Kristalle, also ein nicht organischer Stoff, Strom in eine Richtung leitet, jedoch nicht oder kaum in die Rückrichtung. Im Grunde genommen stellt dies die Entdeckung des Prinzips der Halbleiter dar. Diese Entdeckung wurde aber zunächst nicht weiter verfolgt. Erst im Jahre 1907 entdeckte der Wissenschaftler Henry Joseph Round, dass solche nicht organischen Stoffe leuchten können, wenn man an diese eine gewisse Spannung anlegt. Auch diese Entdeckung wurde nicht groß beachtet. Im Jahre 1921 beobachtete der russische Physiker Oleg Vladimirovich Losev diese Emission von Kristallen bei Spannung erneut. Bis zum Jahre 1942 forschte er weiter auf diesem Gebiet.

Das Jahr 1951 gilt als Geburtsstunde des modernen Transistors. Durch Forschung in der Halbleiterphysik konnte dieser so weit entwickelt werden, dass Emission von Licht eindeutig erklärt werden konnte. Zunächst wurde im Bereich Lichtemission mit Zinksulfid weitergeforscht, wie es 1935 Georges Destriau bei Experimenten mit diesem entdeckt hatte und den Effekt zu Ehren des Russen Losev „Lossew – Licht“ genannt hatte.
Ende der 1950er Jahre wurde nur noch im auf dem Gebiet der Halbleiter geforscht. Galliumarsenid und Galliumphosphid waren nun im Mittelpunkt der Forschung. Diese Halbleiter boten eine deutlich höhere Lichtausbeute, als andere Stoffe zu der Zeit. Das Jahr 1962 gilt als Geburtsstunde der ersten industriell gefertigten LED. Diese wurde vom Amerikaner Nick Holonyak entwickelt und hatte die Farbe Rot. In den Folgejahren waren zunächst nur LEDs in den Farben Rot und Gelb mit geringer Lichtausbeute erhältlich. In den 1970er Jahren wurde die Halbleitertechnik weiterentwickelt. Somit waren nun auch die Farben Grün und Orange erhältlich. Bis zu den 90er Jahren gelang es auch blaue und ultraviolette LEDs zu entwickeln. Die Effizienz und Lichtausbeute stieg ebenfalls weiter an.
Anfang der 90er Jahre gibt es die ersten weißen LEDs. Im Jahre 2006 wurde erstmals eine Lichtausbeute von mehr als 100 Lumen pro Watt erreicht. Kontinuierlich wird diese Ausbeute durch Entwicklungen erhöht. In den vergangenen Jahren hat die Leuchtdiode immer mehr an Bedeutung gewonnen aufgrund von hoher Effizienz bei langer Lebensdauer.